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Frankreichs ungenutzte Sprachenvielfalt

Timon

Im Bezug auf die Anerkennung seiner Regionalsprachen tut sich Frankreich sehr schwer. Dabei würde das auch in die Sprachkurse, die in Frankreich angeboten werden, eine größere Vielfalt bringen. Da Frankreich zwar die europäische Regional- und Minderheitensprachen-Charta im Jahr 1999 unterschrieben, aber bisher noch nicht umgesetzt hat, wissen aber nur wenige Sprachschüler, was ihnen da entgeht. Und Frankreich hat eine sehr große Vielfalt an historischen Regionalsprachen, wozu das Korsisch, Bretonisch, das Baskisch, das Elsässisch, das Flämisch, das Okzitanisch und das Provenzalisch und so das Katalanisch gehört. Die meisten Sprachen drohen dabei zu verschwinden, weil sie nur noch von der älteren Generation gesprochen und verstanden werden.

Foto: Peter Heinrich  / pixelio.de
Foto: Peter Heinrich / pixelio.de


Sprachförderung in der Bretagne und auf Korsika

Allen Ängsten der Verantwortlichen in Paris zum Trotze kann ein Sprachschüler, wenn er das möchte auf Korsika oder in der Bretagne die dortige Regionalsprache lernen. Korsisch kann auf der Insel in der Schule gewählt werden, muss sie aber nicht. Auf der Insel Korsika sprechen noch rund 100.000 Menschen diese Sprache. Das Elsässisch indes ist noch nicht von Paris anerkannt worden, wird aber in Straßburg und vielen anderen Orten im Elsass gesprochen, insbesondere an der deutsch-französischen Grenze. Hier spricht man aber auch sehr gut Deutsch. Dennoch lohnt es sich auch in Straßburg einen Sprachkurs zu machen, und zwar in Französisch. Denn das ist dort schließlich auch die offizielle Amtssprache, die natürlich als Teil von Frankreich von den Menschen im Elsass – auch wenn diese größtenteils deutscher Abstammung sind – anerkannt wird. Das Elsässische ist dabei der fränkischen Dialektgruppe zuzuordnen.

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